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King of the Forest – wir kommen wieder!

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On 2. März 2009 · 0 Kommentare
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Bernhard beim ZielsprungDer diesjährige King of the Forest ist Vergangenheit. Und – um es vorweg zu nehmen – leider hat keiner von uns die Krone mit nach Hause genommen. Aber fangen wir ganz vorne an: Die Anreise am frühen Freitagmorgen gestaltete sich unkompliziert und ohne große Verkehrsbehinderung recht entspannt. Nach dem Start in Euskirchen war das erste nennenswerte Ereignis gegen neun Uhr ein belegtes Brötchen mit Schinken in Freiburg. Und danach ging’s in den Schnee. Und auf dem Feldberg lag viel Schnee. Richtig viel Schnee sogar :-) Unser langjähriger Hotelier Bernhard Wehrle hatte die Zimmer schon hergerichtet, so dass wir schnell einchecken und gegen 10:30 am Wettkampfbüro sein konnten. Die Startnummernausgabe hakte ein wenig – das tat dem Ganzen aber keinen Abbruch. Freitags stand ‚offizielle Streckenbesichtigung‘ an, was uns aber nicht davon abgehalten hat, die Strecke auch mal im Renntempo zu fahren. Freitags gab’s noch keine offizielle Zeit- und Geschwindigkeitsmessung, aber es kam schon ein echtes Wettkampf-Feeling auf. Nach einem wunderschönen Skitag ließen wir den Tag bei einer traditionellen Balkon-Party und einem anschließenden Essen bei Bernhard in der Gaststube ausklingen. Das Essen war wie immer absolut köstlich! Geheimtipp!
Antjes King-Collage

Roman DaikerSamstags kam dann schon etwas mehr Zug in die Sache. Nach einem kurzen Riders-Meeting war noch mal Streckenbesichtigung und anschließend ging’s zur Sache. Freies Training. Renntempo. Schmerzen in den Beinen. Aber das war ein Spaß! Die Strecke ist wirklich nicht ohne. Nach 4 mehr oder weniger großen Sprüngen geht’s in den ‚banked‘ Slalom-Teil der Strecke. Die Steilkurven halten das Tempo hoch und den Druck in den Beinen ebenso. Meine Oberschenkel stellten kein Problem dar (Danke Fahrrad!), aber meine Waden machten mir echt zu schaffen. Nach dem Slalom-Teil folgt der spektakulärste Teil der Strecke: Der Zielsprung. Dieser muss sich vor der Kitzbühler Streif wirklich nicht verstecken 😉 Weiten von bis zum 25 Metern wurden da locker gesprungen (hier gibt’s das Beweisvideo!). Mittags ging’s dan richtig zur Sache: Die Qualifikationsläufe standen an. Dabei fahren die Fahrer zwei Läufe einzeln gegen die Uhr. Mit meinem beiden Zeiten von 01:00:87 und 01:00:34 führte ich das Ende des Mittelfeldes an 😉 Meine nach dem Zielsprung gemessene Spitzengeschwindigkeit von 89,04km/h und 91,10km/h waren auch gar nicht sooo schlecht. Auf jeden Fall habe ich mich mit meinen Zeiten für die sonntäglichen Heats qualifiziert. Natürlich gab’s auch samstags wieder eine Balkonparty und lecker Essen bei Bernhard Wehrle!

PartyAuch der Sonntag begann mit einem kurzen Riders-Meeting und anschließender Streckenbesichtigung. Die Strecke war viel schneller als in den Tagen zuvor und sehr hart. Leider wurde dies einem Snowboarder zum Verhängnis. Dieser verkantete beim Abschwingen und hat sich mehrfach überschlagen und sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Er musste vom Heli abtransportiert werden. Aber bei diesem Unfall zeigte sich der familiäre Charakter der Veranstaltung: jeder hat mitgeholfen die Unfallstelle zu sichern, einen Landeplatz für den Heli abzusperren, Werbebanner ab und später wieder aufzubauen und das große Red Bull Zelt am wegfliegen zu hindern. [Update:Wir haben zwischenzeitlich erfahren, dass es dem gestürzten Kollegen inzwischen schon wieder besser geht. Wir wünschen von hier alles Gute!] – [Update 2:Wie Ihr in den Kommentaren lesen könnt, wird Pez wieder ganz gesund und darf voraussichtlich am Freitag wieder nach Hause!] Nach einer Umgestaltung des Zielraums (man hatte danach mehr Platz zum bremsen) begannen die Heats der besten 32 (Achtelfinale). Jeweils vier Fahrer starten dabei gegeneinander und die jeweils beiden Besten kommen eine Runde weiter. So wird das Starterfeld auf 16-8-4 reduziert und damit die Fahrer für’s Finale ermittelt. Mein Ziel war es eigentlich nur, den Lauf heile zu überstehen und ehrenhaft im Achtelfinale auszuscheiden. Aber es kam anders: Zwei unserer Gegner traten nicht an, so dass wir (ich und der andere) einen Nichtangriffspakt vereinbarten (Wozu auch? Wir waren ja damit automatisch beide weiter!) und den Lauf sicher ‚nach Hause‘ brachten. Und schon war ich im Viertelfinale – also einer der besten 16 (man glaubt’s ja kaum!). Beim nächsten Heat ging’s dann schon ganz anders zur Sache. Waren wir am Anfang alle „ungefähr“ gleich schnell, merkte ich dann doch recht bald meine geschundenen Waden. Da ich eh keine Chance auf Weiterkommen hatte, habe ich dann einen Gang runtergeschaltet und den Heat als vierter ehrenhaft mit 5 Sekunden Rückstand auf den Sieger beendet. Für mich ein tolles Ergebnis.

Zeitgleich liefen die Heats der Snowboarder ab. Roman hat’s leider schon im ersten Heat aufgrund einer unfairen Tätlichkeit eines Gegners rausgehauen (Video folgt!), aber Bernhard machte souverän sein Ding: das Achtelfinale gewonnen, im Viertelfinale Zweiter und das Halbfinale gewonnen. Damit standen die Finalteilnehmer fest: Bernhard, der ‚unschlagbare‘ und amtierende King Volker und noch zwei. Wir konnten also hoffen und haben um so fester die Daumen gedrückt. Volker würde sicherlich eine harte Nuss werden. „UND SIE SIND GESTARTET!“ kam durch die riesige Red Bull Soundanlage. Neben mir standen zwei von LTB Snowbaords (Volkers Team) und bekamen per Funk die Info „Volker ist nach dem Start nur dritter!“ Hoffnung keimte auf… „UND DA SIND SIE – WIR KÖNNEN SIE SEHEN – UND NOCH EIN STURZ – DAS WIRD ENG! VERDAMMT ENG!“ …aber Bernhard war weg?! Das Rennen war gelaufen, aber Bernhard fehlte. Wie wir später erfahren haben ist er in Führung liegend gestürzt und konnte nicht weiterfahren. Leider hat es auch bei Volker dieses Jahr nicht gereicht. Aber wie heißt es schon seit hunderten von Jahren: Der König ist tot – es lebe der König! Wir sehen uns 2011 2010 – und dann wollen wir eine Revanche!

Es war ein tolles Wochenende mit tollen Leuten und eine super Veranstaltung auf einer genialen Strecke! Danke Black Forest, danke King! Wir sehen uns 2011 2010…

Update: Ich habe die ersten Videos bei Youtube hochgeladen…

[GPS-Tracks, Herzkurven, Videos und Fotos gibt es in den nächsten Tagen…]

Die Fotos stammen von der Badischen Zeitung bzw. vom Fotografen Patrick Seeger: King of the Forest am Feldberg (Fotogalerie veröffentlicht am 01. März 2009 auf badische-zeitung.de – der Server scheint ein wenig überlastet zu sein…)



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