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Meine Premierentour: EifelX 2013

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On 12. Juni 2013 · 4 Kommentare
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Marschbereitschaft herstellen

Marschbereitschaft herstellen

Irgendwie mache ich immer noch alles, halt – nein, nur noch vieles zum ersten Mal. Deswegen schreibe ich das hier ja auch. Diesmal war war es der EifelX 2013. Für Uneingeweihte: es handelt sich hier um „die“ Mountainbike-Eifelüberquerung von Euskirchen nach Trier. Die Porta Nigra in Trier war das Ziel. Oder war etwa der Weg das Ziel? 😉 Zwischen Euskirchen und der Porta Nigra (zwischen diesen beiden Orten liegt per Definition „die Eifel“) lagen geplante 200 km mit fast  3500 hm. Mal am Rande: als Höhenmeter (hm) zählt alles, was man den Berg hinauf fährt. Viel Holz für eine, die vor einem Jahr gerade mal die ersten Schotterwege mit dem Mountainbike gefahren ist und der dabei meistens ordentlich der Bürzel gebrannt hat. Ich hatte jede Menge Respekt, oh ja, den hatte ich!

Ich verrate hier aber trotzdem schon mal den Schluss: ich hab‘s geschafft und es war schön, richtig schön. Um aber niemanden zu mlangweilen, erwähne ich hier auch nur kurz, dass ich für diese Tour seit Januar trainiert habe. Und zwar auf einem von meinem Kollegen Rüdiger übernommenen und anschließend komplett umgebauten Ergo. Meine Trainingspartner waren ein Haufen Zombies (nein, damit sind nicht meine Mitstreiter vom XALPS.DE-Action-Team gemeint!)! Dank drei Staffeln „The Walking Dead“ habe ich mehr als tausend Kilometer geschafft ohne auch nur einen Meter vorwärts zu kommen! Und mir war dabei so was von nicht langweilig! Die meiste Zeit habe ich mich so gegraust, dass ich nicht mal gemerkt habe, wie viele km ich dabei gefahren bin. Ich  brauchte immer zwei Handtücher – eines für den Schweiß und ein zweites für vor die Augen, wenn es richtig übel wurde. Im Zweifelsfall hätte ich auch gewusst, wo ich schnell eine Axt herbekommen hätte. Also, falls doch mal ein Zombie unter dem Bett…  Und während mehr und mehr Hauptpersonen bei TWD dahingerafft wurden, bin ich immer fitter geworden. Am Ende wäre ich den Zombies locker weggefahren, hätte aber auch jede erdenkliche Zombie-Abwehrmaßnahme beherrscht! Wobei ich auch zugeben muss, daoss sich danach die ersten paar Male im Wald komisch anfühlten. Jedes unbekannte Geräusch war eine Herausforderung! Man weiß ja nie!

Aber ich wollte eigentlich von meinen Premieren berichten.

Rucksäcke: bergab kein Problem...

Rucksäcke: bergab kein Problem…

Die erste war „das Gepäck“! Ich (Frau!) habe noch nie (nie!!!) Gepäck für drei Tage in einem Rucksack verstaut und anschließend auch noch selber schleppen müssen! Das hat mir echt Kopfzerbrechen bereitet! Was nimmt man mit? Was braucht man? Und wenn ja, wofoür? Der entsetzte Blick von  Martin (als ich leichtsinnigerweise mal meinen kleinen Reisefön erwähnt habe) hat mir schlagartig das richtige Gefühl für  Menge und Zusammensetzung der Ladung klargemacht. *kicher* Nämlich nur das Nötigste und dann davon nur die Hälfte! Statt Ersatzklamotten gab es 30ml „Rei in der Tube“ in der praktischen Flugzeug-Größe! An Schuhen hatte ich nur meine Fahrradschuhe eingeplant, die konnte man abends auch als Turnschuhe durchgehen lassen. Also, ein Paar für drei Tage! Blöd wurde das auch erst, als die Schuhe sonntags nass wurden. Deo gab‘s keins (im Wald riechen alle gleich!) und alles andere war in Pröbchen-Format. Das EifelX-Wiki hatte zusätzlich noch ein paar Dinge auf die Liste gesetzt, an die ich im Vorfeld natürlich nicht gedacht hatte:  Ersatzbatterien fürs GPS, ein MissingLink/Kettenschloss und Kondome. Wofür letztere gut waren, weiß ich allerdings bis hoeute nicht. Also, ich wüsste grundsätzlich schon, wofür die gut sind – aber beim Fahrradfahren?  Zumal die  unter „gemeinsam  genutzter Ausrüstung“ standen…
Und als ich dann meinen Rucksack gewogen habe, wog dieser 5,5 kg inklusive einem halben Liter Eistee als Notreserve. Und ich hatte sogar noch Platz! Haken!
Und im Nachhinein betrachtet: ich hatte genau so viel dabei, wie ich gebraucht habe!

Die zwoeite und dritte Premiere waren die Strecke und die Höhenmeter. Darauf bin ich echt stolz! Zum einen , weil ich schon seit einem Jahr Mountainbike fahre und noch nie die 1000hm-Grenze geknackt habe. Zum anderen, weil ich erst seit einem Jahr Mountainbike fahre und noch nie die 1000hm-Grenze geknackt habe . ABER JETZT und dann noch in Verbindung mit zwei weiteren Tagen im Sattel und insgesamt 190 km bei 3380 hm in 14 Stunden und 10 Minuten Fahrzeit! Yeah! Haken!

Eine weitere interessante Erfahrung (und auch eine Premiere) war die ILON Protect Salbe. Eingekauft nur „für alle Fälle, ich glaube nicht, dass ich die brauchen werde und ich weiß auch gar nicht, ob ich die da(!!) hinschmieren will?“, war sie ab Samstag mein bester Freund und durfte ganz oben im Rucksack mitfahren! 5,5 kg mehr Gewicht auf meinem Sattel waren ein durchschlagendes Argument.  Der Eukalyptusgeruch war da (!!) zwar gewöhnungsbedürftig aber dafür hat mich da(!!) dann auch keine Mücke gestochen!

Wo wir gerade über Blut (also, wegen der Mücke) reden! Zum ersten Mal, seit dem ich das blaue Erste-Hilfe-Päckchen mit mir rumfahre, ist es auch zum Einsatz gekommen. Im Liesertal. Obwohl Tal – das trifft es nicht. Man darf sich das zwar wildromatisch aber eben nicht unten am Bachlauf vorstellen.  Also nicht da, wo Täler meistens immer sind, sondern mehr in Form eines Pfades, der auf der rechten Seite ein Berg und auf der linken Seite ein Abgrund ist. Der Lieserpfad eben. Und  unten ist auch ein Bach, vermute ich jedenfalls. Weil  schiebend (ich gebe es ja zu!) habe ich lieber nicht runtergeschaut (sonst säße ich heute noch da oben!). Und genau da, an diesem Abgrund,  haben Heike und ich Martin verarztet, der da ein „bisschen runtergefallen“ ist. Aus eigener Erfahrung berichtete er später, dass der Abflug das kleinere Übel war – im Vergleich zum Sprühpflaster…

Irgendwann am zweiten Tag habe ich auch meine persönliche Schallmauer durchbrochen – was die gefahrene Geschwindigkeit angeht. Ich war schneller als 50 km/h! Ich!!! Wer mich kennt, weiß, dass ich lieber bergauf als bergab fahre, aber als ich gesehen habe, dass der Tacho eh schon bei 49,8 km/h stand und das kleine Häkelschwein am Lenker schon einen ganz platten Rüssel  und glänzende Augen hatte vor lauter Gegenwind, habe ich die Bremse noch mal losgelassen. Dann haben das Schwein und ich uns gemeinsam gefreut und wieder gebremst. Meine Bremsbeläge am Hinterrad erlauben seit dem EifelX nur noch ebenerdige Fahrten, da muss ich wohl mal dran! Aber das wird eine andere Premiere…

 

Häkelschwein im Fahrradsitz

Häkelschwein im Fahrradsitz

Das Häkelschwein hat mich übrigens tapfer begleitet. Meistens am Lenker in seiner kleinen Obstkiste sitzend. Und es war sehr, sehr stolz, als wir gemeinsam die Treppen zur Porta Nigra (übrigens auch eine Premiere) runtergefahren sind. Ein Hinweis an alle potentiellen Kritiker: es war ein artgerechter Transport! Wir haben die Pausenzeiten eingehalten, die Sau war angeschnallt und wird demnächst auch einen Helm tragen! Ich habe ihn heute bestellt! Alles weitere auf Twitter:  @avl42  😉

Aber es gab noch mehr Premieren: ich war zum ersten Mal in Blankenheim, Manderscheid und Trier. Ich aß mein erstes Fleischkäsebrötchen am Bahnhof. Ich bin zum ersten Mal barfuß Bahn gefahren, ich wurde zum ersten Mal vom PinkPonchoMan umarmt… aber das würde zu weit gehen…

Tja, da bleibt mir am Ende nur noch, mich bei Martin und meinen Mitfahrern für die supercoole Tour zu bedanken. Ich freue mich schon aufs nächste Mal!

(Diesen Artikel widme ich Heike und Pascale als kleinen Trost für die „Seuche“, die nur uns drei anschließend dahingerafft hat! Gute Besserung, Mädels!)

Geschafft!

Geschafft!



4 Responses to “Meine Premierentour: EifelX 2013”

  1. HubertNo Gravatar sagt:

    Huhu,
    schöner Bericht ! Sowasähnliches haben wir an Happy Kadaver auch gemacht.Sind von Kommern nach Daun nach Bernkastel nach Trier.Der Absturz an der Lieser scheint ja der letzte schrei zu sein, einer von uns wollte das auch unbedingt haben !
    Weiter so!
    Grüße aus Kommern
    Hubi

    http://www.hubert-im-netz.de/reisen/eifelcross2013.html

  2. ConziNo Gravatar sagt:

    Hallo Hubert! Schön geschrieben 😉

  3. AndreaNo Gravatar sagt:

    Hallo Hubert,
    danke schön. Vielleicht fahren wir uns ja mal über den Weg? 😉
    Andrea

  4. HubertNo Gravatar sagt:

    Ja,ich hoffe aber wir schaffens dann auch aneinander vorbei zu kommen;)

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