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Tagebuch

On 17. September 2006 · 0 Kommentare
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Hier eine kurze Zusammenfassung des 16.Septembers 2006 – dem Tag, an dem wir die grüne Hölle bezwungen haben [Fotos gibt’s hier]:

Eigentlich war es ein normaler Samstag. Mal abgesehen davon, dass ich um 07:15 nicht mehr schlafen konnte. An einem ganz normalen Samstag wäre mir das wahrscheinlich nicht passiert. Also raus aus dem Bett und rein in die Klamotten. Den Fahrradträger hatte ich zum Glück schon am Vorabend getestet, meine Sachen war auch bereits gepackt – ich konnte mich also beruhigt der Wetteranalyse widmen. Erfreulicherweise war auch mit dem Wetter alles in Ordnung. Es konnte also losgehen.

Um 09:00 wollten wir Fietsch in Palmersheim abholen. Bernhard sollte (eigentlich) um 08:45 hier sein, kam aber aufgrund mehrerer ungücklicher Umstände (Kabelbinder vergessen, Wecker ausgemacht,…) 20 Minuten später. Und das, wo S****y doch um 08:35 per SMS mitteilte:

sind in bad kreuznach.

Die aufkommende Frage, wo denn Bad Kreuznach sei, wurde zur späteren Klärung offen gelassen. Also: Bernhard war inzwischen angekommen und alles war verladen. Das Punkmobil setzte sich Richtung Palmersheim in Bewegung. RedBull_on_BlueFiesta Fietsch war fertig. Normalerweise verfugt er immer seine Rückwand oder putzt sein Fahrrad wenn man ankommt. Manchmal ölt er auch die Kette. Diesmal war er fertig. Ein gutes Omen! Die Vorfreude war auch ihm anzumerken. Die Anreise zum Ring gestaltete sich extrem unspektakulär. Abgesehen von Bernhards ausführlichen Schilderungen der Erlebnisse des Vorabends sowie der daraus resultierenden körperlichen Beschwerden. Es ist aber alles drin geblieben.

Hallo hier ist D*****a. Wir wollen jetzt noch schnell nach Adenau rein – sollen wir uns da treffen? Ok. An der Volksbank, die ist mitten drin. Da ist auch ein kleiner Parkplatz.

Gesagt, getan! Wir trafen uns also in Adenau. Nach einem fröhlich Hallo stellten wir aber recht schnell fest, dass wir eigentlich nicht so genau wissen, was wir in Adenau sollen. Also sind wir dann gesammelt zu Ring gefahren. Bernhard hat uns abends noch eröffnet, dass er gerne noch eine Toilette aufgesucht hätte, aber man muß halt Opfer bringen. Der Parkplatz A7a stellte sich als Volltreffer heraus. Besser hätte man kaum parken können. Einmal über die Straße und schon war man am Ring.

Nachdem alle in ihre „sexy Flanders“-Leibchen [-die simpsons fahren ski, flanders hat nen hautengen skianzug an. homer fährt einen hang hinunter und versucht sich daran zu erinnern, was der skilehrer übers bremsen gesagt hat, doch er muß an den hautengen flanders-skianzug denken und sagt: „dieser verdammte sexy flanders“] angezogen hatten, die Bikes fertig moniert und alle noch „Lulu“ gegangen waren, konnte es losgehen. Der Weg ins Fahrerlager führt über eine Brücke oder durch einen Tunnel. Wir entschieden uns für die Brücke. Und da war sie: die Start-und-Ziel-Gerade. Und da flitzten sie. Einer nach dem anderen. Sirr. Sirr. Sirr. Klapper. Sirr. Sirr. Da wollten wir auch hin. Nachdem wir unsere Anmeldeunterlagen abgeholt hatten (Ein dickes Lob an die Veranstalter – es ging super reibungslos uns schnell) konnten wir unter Verwendung von Bernhards Kabelbindern unsere Startnummern montieren. Startnummern Die Diskussion mit Fietsch, ob das denn so zulässig sei, da alle anderen ihre Startnummern unter Zuhilfenahme der vom Veranstalter bereitgestellten Sicherheitsnadeln an ihren Trikots befestigten, konnte ich unter Verweis auf das mir bekannte Reglement für mich entscheiden. Um noch ein wenig weiter darauf rumzureiten, hier der Auszug aus dem Regelement: Startnummern
Nachtrag am 18.09.2006
S****y schickte mir folgendes per Mail:

Habe ich gefunden (Fietsch ist damit partiell rehabilitiert):
Kontrollen: Rückennummern tragen!
Wir sind leider gezwungen, unsere Streckenkontrollen zu verschärfen. Alle Fahrer der Servicefahrzeuge sind autorisiert, Radfahrer ohne sichtbare Rückennummern anzuhalten und ggf. aus der Veranstaltung auszuschließen. Wir behalten uns auch rechtliche Schritte gegenüber „Schwarzfahrern“ vor. Zudem werden wir Kontrollteams auf der Strecke haben, die sich ausschließlich um das Thema „Schwarzfahren“ kümmern. Wir bitten für diese Maßnahme um Verständnis.

Sorry, Fietsch!

Nun konnte es lossgehen. Zumindest bis zur ersten Getränkebude. Wir pausierten noch kurz, tranken einen Kaffee [oder ein Bier] und starteten dann in Richtung „TÜV-Gebäude“ wo, so glaubten wir zu diesem Zeitpunkt noch, die Zufahrt zur Nordschleife sein müßte. War sie aber nicht. Wir mußten zur Box 33 – am anderen Ende der Start-Ziel-Geraden. War ja nicht so schlimm, wir hatten ja Fahrräder dabei. Für D*****a war es leider etwas mehr Lauferei.

Und endlich ging es los. Diesmal richtig. Wer die Nordschleife kennt weiß: Jetzt geht es erstmal bergab. Und zwar einige Kilometer und saumäßig bergab. In der zweiten Runde hat M**c mit seinem CicloMaster 84km/h und ich mit meinem GPS 82km/h Höchstgeschwindigkeit gemessen. Und man darf nicht vergessen: auf dem Fahrrad. Blindes Vertrauen in die Technik ist bei diesen Geschwindigkeiten wichtig. Auf der ersten Runde waren wir nicht ganz so schnell, nur ~80km/h. Aber auch der schönste Berg hat einmal ein Ende und so findet man sich plötzlich in Breitscheid wieder. Und von da an gehts bergauf. Und wie sollte es anders sein: saumäßig bergauf. Ein Streckenabschnitt nennt sich sogar „Steilstrecke“. Aber der krönende Abschluss der Steigung ist ohne Zweifel „das Stück zur Hohen Acht“ hoch. Nicht umsonst haben sich alle Fotografen dort eingefunden, um die schmerzverzerrten Gesichter zu fotografieren. Froh war ich über meine „Kletterübersetzung“ – damit ging’s.Hohe Acht
Auf der Hohen Acht gab’s dann auch die lang ersehnte Verpflegungsstation. Bananen, Waffeln, Kekse und viel Wasser brachten uns wieder zu Kräften. In der zweiten Runde haben wir an dieser Stelle eine etwas längere Pause zum „gucken und erholen“ gemacht. Die letzten Kilometer sind zwar nicht ohne, gemessen an der Hohen Acht aber ein Klacks. Im „Brünnchen“ war ich mit dem Fahrrad wahrscheinlich schneller als damals mit der Fireblade. Und da war sie. Die „Döttinger Höhe“ – der letzte Anstieg vor Start und Ziel. Hier war ich damals mit der Firebalde schneller. Ohne jeden Zweifel. Ca. 260km/h schneller. Aber mit dem Fahrrad ist’s auch schön. Das Gefühl, wenn man über die Kuppe kommt und auf die Start-und-Ziel-Gerade fährt ist unbeschreiblich. Und als dann auch noch „Melanie C.“ mit „The First Day Of My Life“ aus den Boxen dröhnte war es schon schwer das Freundentränchen drinnen zu halten. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Heike, D*****a, Antje und Bernhard Zwischenstopp ging es auf die zweite Runde. Die war noch schneller, noch schmerzhafter für die Beine und noch intensiver. Nach einer weitere guten Stunde hatten wir es geschafft. ~45 Kilometer durch die grüne Hölle. 2 Runden. 2 mal die Hohe Acht. Wir waren fertig, ausgepowert – aber glücklich. Dass wir den Tag mit einigen Bierchen ausklingen ließen brauche ich eigentlich nicht zu erwähnen…

Zielankunft

Nachtrag:
Für die Freunde von Google-Earth gibt es hier den Track zum Download. Gerne stelle ich Euch auch die original GPS-Daten zur Verfügung.
RaR_Track

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