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Münsterlandgiro: drei/vier, dreizehn, 666

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On 3. Oktober 2011 · 1 Kommentar
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Heute fange ich mit meiner Geschichte wirklich mal hinten an: Platz 666 von ca. 800 gemeldeten Startern bedeutete am Ende, dass nur rund 10 Fahrer zwischen mir und dem Besenwagen ins Ziel kamen. Das wiederum heißt, dass rund 130 Fahrer die Ziellinie nicht gesehen haben oder aber gar nicht erst gestartet sind. Und des Weiteren zeigt das deutlich, dass zwischen mir und Hilmar (der mit Platz 120 mal wieder richtig gut war!) 546 Fahrer ins Ziel kamen. Was war denn da los, fragt sich hoffentlich der eine oder andere.
Springen wir wieder an den Anfang: der Tag begann unaufgeregt und früh um fünf Uhr morgens. Ich hatte echt schlecht geschlafen und die ganze Nacht von Zombies geträumt. Naja, um fünf ging halt der Wecker und um 05:45 stand ich wie verabredet in Rodenkirchen. Antje und Hilmar sammelten den letzten Kram ein und wir beluden das Auto. Los ging‘s dann um kurz nach sechs. Die Fahrt verlief bis auf ein „HABE ICH MEINE SCHUHE DABEI???“ von Hilmar recht entspannt und nach ebenso entspanntem Startnummern holen waren wir zügig startklar. Die obligatorische Kackerei vor dem Start zog sich ein wenig, so dass wir erst pünktlich zur Ansage „Noch drei Minuten!“ in die Startblöcke schlüpften. Hilmar war irgendwie wieder im Block B und ich im Block A gelandet.
Der Start lief gut und die ersten 60km legten wir mit einem 40er Schnitt (ja, 40km pro Stunde!) zurück. Der erste „Berg“ trennte mich dann wie so oft von meiner Gruppe, so dass die nächsten (einsamen) Kilometer etwas anstrengender waren. Und dann begann das Unheil: Plattfuß Nummer 1. Anhalten/ Flicken/ Weiterfahren. Das ging ja noch. Es waren noch genug Fahrer um mich herum, um den Zeitverlust von rund 10 Minuten erträglich zu machen. Wäre da nicht der nächste Plattfuß gewesen – *argh* -Anhalten/ Flicken/ Weiterfahren. Jetzt dünnte das Feld schon merklich aus und die einsamen Passagen wurden immer länger. Richtig schlimm war dann erst Plattfuß Nummer drei. Ich habe kurz überlegt, das Rad in den Wald zu werfen und nach Hause zu laufen, entschied mich dann aber doch fürs neuerliche Flicken. Die Folge der Plattfüße war nun, dass ich über 30 Minuten auf meine ursprüngliche Position verloren hatte und mich vom Besenwagen durch das Münsterland gescheucht, am Ende des Feldes befand.
Die letzten 60km legte ich mehr oder weniger alleine mit einem <30er Schnitt zurück, wo in der Gruppe ein 40er Schnitt möglich gewesen wäre. Wenn man denn nun mal rechnen möchte und von meinen 4:54h die 30 Minuten Flickzeit und die verlorenen 30 Minuten auf den letzten 60km abzieht, dann wäre mein Ergebnis gar nicht so schlecht und cih nur 9 Minuten langsamer als Hilmar gewesen. Naja, aus Frust habe ich mir jetzt erst mal ein neues Fahrrad bestellt ;-)
Fazit: unser zweiter Münsterland Giro war wieder richtig geil, 140km sind viel Holz, Warsteiner alkoholfrei ist lecker und der Ultremo ist nicht so ganz pannensicher wie der GP4000 😉
Ach, die Zahlen muss ich noch erklären: drei/vier, weil ich drei Plattfüße im Rennen und einen schon vor dem Start hatte, 13, weil ich von morgens fünf bis abends sechs, also 13 Stunden, unterwegs war und 666 ist meine Platzierung…



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